Der 25. August 2020 | TIPPS ZUM GUTEN SCHLAF

Die auswirkungen von schalafentzug

Züruch zu news

Prof. Matthew Walker, ein bedeutender Neurowissenschaftler und Schlafspezialist, forscht seit vielen Jahren, um die Physiologie und die Mechanismen des Schlafs zu verstehen. Er sammelte seine Beobachtungen und Entdeckungen und schrieb den Bestseller « Warum wir schlafen ».

Matthew Walker ist überzeugt : Schlafen ist für uns lebenswichtig, macht uns fit und gesund. In seinem Bestseller Warum wir schlafen gibt Walker Einblicke in die Schlafforschung und erklärt die verblüffenden Mechanismen, die im Schlaf ablaufen. Zudem verweist er auf die negativen Auswirkungen von Schlafmangel.

« Ein unzureichender Schlafzyklus führt auch zu einem Immunmangel, der unserem Körper die Fähigkeit beraubt, uns vor äusserer Aggression und Krankheit zu schützen. »

Die Lebenserwartung

Schlafmangel lässt Männer um etwa zehn Jahre altern. Ähnliche Beeinträchtigungen lassen sich bei der Fruchtbarkeit von Frauen beobachten. Schlafmangel induziert auch verschiedene Arten von biologischen Wirkungen, einschliesslich erhöhter Stressoxidative und eine Veränderung der Entzündungsreaktion hervorrufen. Alles Mechanismen, die bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen.

Erinnerungsvermögen

Tiefschlaf ermöglicht es, Erinnerungen aus einem anfälligen Reservoir an einen dauerhafteren Speicherort zu verschieben, wo Erinnerungen geschützt und konsolidiert werden. So gesehen verschliesst der Mangel an Schlaf den « Posteingang » des Gedächtnisses und neue Erfahrungen können nicht gespeichert werden. Mit 8 Stunden qualitativ hochwertigem Schlaf nehmen wir die neuen Daten 40 % besser auf.

Alterung

Das körperliche Merkmal des Alterns ist die Verschlechterung des Schlafes. Diese beiden Elemente existieren nicht nur nebeneinander, sie sind eng miteinander verbunden. Dieser Tatsache wird zu wenig Bedeutung beigemessen, obwohl sie anscheinend zum kognitiven Verfall beiträgt, insbesondere bei der Alzheimer-Krankheit. In der Schweiz leiden 151'000 Menschen an dieser neurodegenerativen Krankheit.

Stimmungsschwankungen

Schlafstörungen sind ein weiteres sehr häufiges Merkmal depressiven Erkrankungen oder Angststörungen und können Symptome von Depressionen sein. Die Häufigkeit von schweren Schlafstörungen nimmt mit zunehmender Depressivität deutlich zu, bis zu mehr als das 6-fache im Vergleich zu Menschen ohne effektiven Gemütsstörungen.

Stoffwechsel

Bei einem Schlafdefizit in Bezug auf den Stoffwechsel gibt es sehr gut dokumentierte Ergebnisse. Schläft man nicht genug, kann es leicht zu einer Gewichtszunahme kommen. Menschen, die schlecht oder zu wenig schlafen, essen Lebensmittel mit mehr Fett, Zucker und weniger Eiweiß. Einige Studien gehen so weit, dass sie eine Abnahme der Insulinempfindlichkeit und ein um 37 % höheres Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken, zeigen.

Prof. Walker schloss : « Während ihrer gesamten Evolution ist es der Natur nie gelungen, der Herausforderung des Schlafentzuges zu begegnen, zumal der Mensch nach wie vor die einzige Spezies ist, die sich absichtlich und ohne ersichtlichen Grund den Schlaf raubt. Das bedeutet, dass sich Mutter Natur im Laufe der Evolution nie der Herausforderung des Schlafverlusts gestellt hat, so dass sie nie ein Sicherheitsnetz aufgebaut hat. Deshalb treten, wenn man nicht viel Schlaf bekommt, die negativen Auswirkungen so schnell auf, sowohl im Gehirn als auch im Körper. Sie müssen sich entscheiden, Prioritäten zu setzen. »

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