Der 24. November 2020 | Nachrichten

Gstaad Palace: «Bei uns ist Ruhe kein Luxus.»

Interview Andrea Scherz - 24. November 2020

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Das Gstaad Palace, 1913 erbaut und seit 1938 von der Familie Scherz geleitet, ist eines der letzten 5-Sterne-Familienhotels in Europa. Wir treffen den Enkel Andrea Scherz, der das renommierte Haus seit 2001 führt und 2019 zum Hotelier des Jahres gewählt wurde. Er verrät uns, warum er seinen Gästen Elite-Matratzen gönnt.

Das Gstaad Palace gehört zu jenen grossartigen Hotels, die sich über Jahre einen erstklassigen Ruf erarbeitet haben und illustre Gäste beherbergen: Dazu gehören neben vielen anderen Prominenten wie Elizabeth Taylor, Richard Burton, Grace Kelly und Roger Moore auch Jacques Chirac oder Margaret Thatcher. Michael Jackson wollte das Palace sogar kaufen. Das Hotel mit seinem einmaligen Stil war Kulisse für viele Spielfilme, verfügt über neunzig Räume und beschäftigt rund 300 Mitarbeitende. Andrea Scherz ist Hüter des Familienerbes und führt es weiter. Beim Gespräch werden von Anfang an seine Kindheitserinnerungen wach.

Warum hat es das Gstaad Palace geschafft, über all die Jahre im gleichen Stil zu überleben?

Andrea Scherz : Als ich aufwuchs, beobachtete ich meine Grosseltern und später meine Eltern, wie sie Gäste aus aller Welt willkommen hiessen und mehrere Wochen lang verwöhnten. Drei Monate im Sommer und drei im Winter ass ich jeden Mittag im Hotel. In der Zwischensaison, wenn das Palace geschlossen war, verwandelte es sich in einen fantastischen und riesigen Spielplatz, auf den Gängen fuhr ich sogar Radrennen. Zudem freute ich mich darauf, Jahr für Jahr altbekannte Gesichter zu sehen, die unsere im Laufe der Zeit aufgebauten Beziehungen sehr schätzten. Aufmerksamkeit schenken bedeutet, die Menschen zu lieben und sie so zu empfangen, als ob sie hier zu Hause wären. Zudem bedeutet es auch, dass man weiss, wie man sie überraschen und ihre Erwartungen übertreffen kann.

Warum schlafen Ihre Kunden auf Elite-Matratzen?

AS : Komfort ist das A und O eines Hotels. Die Gäste müssen sich überall wohlfühlen – von der Rezeption bis zum Bett. In den ersten Jahren, in den ich das Hotel leitete, hatten wir keine Elite-Matratzen. Als wir auf Elite umstiegen, fragten viele unserer Gäste, welche Marke es sei, denn sie wollten dieselbe für ihr Zuhause. Mittlerweile führen wir ein Inventar, damit wir genau jenes Modell finden, auf denen unsere Gäste in ihrem Zimmer schlafen. Sie brauchen sich nur an die Galerie in Gstaad zu wenden. Hohe Schlafqualität zu bieten ist eine von vielen Möglichkeiten, mit denen man sich um das Wohl der Gäste kümmern kann.

Wie lange arbeiten Sie schon mit Elite zusammen?

AS : Seit mindestens 20 Jahren. Ich schätze den familiären Charakter des Unternehmens und die schnelle Reaktivität dieser «alten Dame», die ebenfalls hundert Jahre alt ist! Ich bin sehr stolz auf unsere Matratzen, die in der Schweiz produziert werden. Elite hat unsere Bedürfnisse und Sorgen stets ernst genommen und ist ein verlässlicher Partner. Hier eine kleine Anekdote zum Thema: Wir gestalten jedes Jahr mehrere Gästezimmer um. Dummerweise kam es einmal zu einem Missverständnis zwischen dem Innenarchitekten und dem Bauleiter, der meinte, er müsse die bestehenden Matratzen entsorgen. Und das fünf Tage vor Weihnachten! Ein Telefonanruf genügte, Elite war zur Stelle und produzierte Matratzen übers Wochenende! Dieser Service und die Nähe sind unbezahlbar.

Zur Zeit ist es für alle Hoteliers besonders schwierig. Wie kommen Sie mit dieser Gesundheitskrise zurecht?

AS : Wir haben es schwer, denn 80 % unserer Klientel kommen aus dem Ausland. Angesichts der Reisebeschränkungen und der Quarantäne, die Ausländer bei der Rückkehr aus den Ferien in der Schweiz erwartet, rechnen wir für diesen Winter mit einem Budget von minus 75 %, das ist enorm. Natürlich konzentrieren wir uns auf den Schweizer Markt, aber der ist sehr gefragt. Unser 1800 m2 grosses Spa aber bleibt offen. Denn gerade in dieser Zeit spüren wir, dass sich viele etwas Gutes gönnen möchten. Zudem bieten wir spezielle Aktivitäten für Familien an, darum hat unser Haus Babysitter und Veranstaltungen für Kinder organisiert. Dazu gehört auch, dass der Weihnachtsmann mit seinen Rentieren vorbeikommt und uns über die Feiertage Bernhardinerhunde besuchen.

Hat sich die Gastfreundschaft in den letzten hundert Jahren grundsätzlich geändert?

AS : Meine Vision ist es, das Palace so zu erhalten, wie es sich heute präsentiert. Unsere Kunden wissen, dass wir keine einschneidenden Richtungsänderungen planen; sie wissen, was sie erwarten dürfen. Bei uns fühlen sie sich wie bei einer alten Dame, bei der man rundum aufgehoben ist. Kürzlich sagte mir ein Gast, für ihn sei das Palace wie ein Fels in der Brandung. Während sich auf See die Wellen immer höher türmen und die Welt sich immer schneller dreht, bleibt hier alles stabil und sicher. In unserem Haus kann man entschleunigen, daran arbeiten wir weiter. Wir waren sogar das erste Schweizer Hotel mit WLAN!

Hotel Gstaad Palace 
 Portrait Andrea Scherz
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